LV-Schitag abgesagt? Rennen gestrichen? Busreise fällt aus? Kein Problem! Die 39er reagieren spontan und stellen in weniger als zwei Wochen einen eigenen Schitag mit Rennen auf die Beine! Bei prächtigen Schnee- und Witterungsverhältnissen und ausgelassen guter Stimmung verbrachten Leiterinnen und Leiter, Eltern und Kinder einen wunderbaren Tag am Stuhleck.

„PfadfinderInnenschirennen sind die Abfahrten für Heldinnen und Schigiganten. Da ist der Mythos riesig“, so Rennleiter Alex P., begeisterter Späherleiter und passioniertes Pistenhaserl aus Ober St.  Veit bei Wien. „Bis es soweit ist, arbeiten rund 1.500 unserer Ranger und Rover im Schichtbetrieb an der Präparierung der Rennstrecke. Schnee allein genügt dabei längst nicht mehr als Unterlage für die Schirennen. Im Idealfall wird die Piste gut zehn Tage vor dem Bewerb mittels Sprühbalken vereist, anschließend rutschen die WiWö-Leiter(innen) der 39er die Strecke ab und tragen dadurch den lockeren Schnee über dem Eis ab.“ erklärt ein sichtlich erschöpfter, aber glücklicher Alex P.  und lobt den freiwilligen Einsatz seines Teams.

„Das ganze Event hat eine gewisse Geschichte und einen unschätzbar hohen Stellenwert bei den Pfadfinderinnen und Pfadfindern – besonders stark ausgeprägt ist diese Verbundenheit bei den 39ern“, weiß der adrette Gruppenhistoriker der Ober St. Veiter Wolfgang N. zu erklären. „Winterport hat am Stuhleck seit 1892 und dank Toni Schlurf große Tradition, zum ersten Gewinner auf der Abfahrtsstrecke kürte sich 1937 der Schipionier Christof Kuhn. Auf klapprigen, selbstgeschnitzten Holzschi benötigte er damals 3:53,1 Minuten für die gesamte Strecke. Zum Vergleich: Den aktuellen Streckenrekord hält Kilian Foerster mit seiner Siegerzeit von 00:37,88 Minuten aus dem Jahr 2016.“

Wir gratulieren allen Siegerinnen und Siegern, danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern und freuen uns auf einen ebenbürtigen Schitag 2017.

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